Schädel und Gebissformen Die Schädelformen der verschiedenen Hunderassen weisen erhebliche Unterschiede auf.Es gibt drei Grundformen:1. Die längliche Form, die man bei Rassen mit langen, schmalen Köpfen, wie dem Barsoi oder dem Afghanen findet, nennt man dolichozephal. 2. Sehr kurze, breite Köpfe wie die von Bulldoggen oder Boxern, heissen brachycephal.3. Hunde mit durchschnittlichen und langen Köpfen werden dem mesozephalen Typus zugeordnet.

 

Schädelformen der Hunde

 

Gebiss vom Hund

Welpen werden ohne Zähne geboren, der Durchbruch des Milchgebisses erfolgt in der Regel zwischen 3-6 Wochen.

Mit 3 Wochen: als erstes brechen die Milchhakenzähne durch

Mit 4-6 Wochen: Durchbruch der Milchschneidezähne

Mit 5-6 Wochen durchbruch der Prämolaren

Ausnahme: der erste Prämolar erscheint erst häufig mit 4-5 Monaten und wir daher, im Gegensatz zu den übrigen Prämolaren des Milchgebisses nicht gewechselt.

Die hinteren Backenzähne (Molaren) fehlen dem Milchgebiss und brechen im Alter von 4-6 Monaten durch und unterliegen ebenfalls nicht dem Zahnwechsel.

 

Das Milchgebiss weist daher nur 28 Zähne auf.

Nach dem Zahnwechsel, in der Regel mit 5-6 Monaten, weist ein komplettes Gebiss 42 Zähne auf.

Diese sind jederseits im Oberkiefer:

3 Schneidezähne

1 Haken- oder Fangzahn (Caninus)

4 vordere Backenzähne (Praemolares)

2 hintere Backenzähne (Molares)

 

Unterkiefer

3 Schneidezähne

1 Haken- oder Fangzahn (Caninus)

4 vordere Backenzähne (Praemolares)

3 hintere Backenzähne (Molares)

Gebissformen der Hunde

 

Der Zahn

 

Der Zahn wird unterteilt in Krone, Hals und Wurzel. Die äusserste Schicht der Krone besteht aus Schmelz genannt. Schmelz ist die härteste Substanz des Körpers. Die Aussenseite der Wurzel wird von Zement bedeckt. Zement sieht ähnlich aus wie Knochen, ist aber weicher. Im Zement sind Stützfasern (parodontales Ligament) eingebaut, welche den Zahn zusammen mit dem Zement im Zahnfach (Alveole) befestigen. Der Hauptanteil des Zahnes besteht aus dem Zahnbein (Dentin). Dentin ist im Gegensatz zu Schmelz schmerzempfindlich. Dentin kann zeitlebens durch die sogenannten Odontoblasten repariert werden, während Schmelzschäden wegen dem Fehlen von produzierenden Zellen nicht repariert werden können. Im Zahninnern befindet sich der lebende Anteil des Zahnes, die Pulpa. Sie enthält Bindegewebe, Blut- und Lymphgefässe, Nerven und Zellen. Der Hohlraum ist besonders bei jugendlichen Hunden gross. Er wird durch Dentin-Anlagerung von innern zeitlebens etwas verkleinert.

Der Begriff Parodontium umfasst alle Stützgewebe um die Zähne, nämlich die den Zahn anliegende Schleimhaut (die Gingiva), das parodontale Ligament und der Kieferknochen (Alveole). Die Gingiva umgibt den Zahn. Sie ist gegen die übrige Mundschleimhaut meist farblich deutlich angesetzt und nicht verschieblich. Gegen den Schmelz wird durch die freie Gingiva die Zahnfleischtasche (Sulcus gingivalis) gebildet. Sie ist bei gesunden jungen Hunden 2-3 Millimeter tief und endet noch auf Schmelzhöhe. Bei älter werdenden Hunden verschiebt sich diese Anheftung Richtung Zement. Jede parodontale Erkrankung beginnt in dieser Zahnfleischtasche.
Als Okklusion bezeichnet man die korrekte Stellung von Ober- und Unterkiefer sowie dessen Zähne. Die wichtigsten Punkte zur Ueberprüfung sind (1) das Scherengebiss (Oberkieferincisivi stehen vor Unterkieferincisivi), (2) Interdigitation der Canini (Unterkiefercaninus passt genau zwischen letzten Oberkieferincisivus und Oberkiefercaninus), (3) alternierende Prämolarenabfolge (die Spitzen der Prämolaren passen genau in den gegenüberliegenden Zwischenzahnraum) und (4) Oberkiefer ist breiter als Unterkiefer (Oberkiefermolaren gleiten auf der Innenseite an den Unterkiefermolaren aussen vorbei).

 

  Staupengebiss-Zahnschmelzdefekt     

 

Karies am Ersten Mahlzahn

im Oberkiefer

Karies

Hochgradige Zahnsteinbildung infolge unsachgemässer Fütterung

Zahnstein durch falsche Fütterung

Zahnschmelzdefekt

Zahnschmelzdefekt